Wie streicht man mit Leinölfarbe?
Witterungsbedingungen und Umgebung
Das Streichen ist bei einer Lufttemperatur von mindestens +12 ̊C und einer relativen Luftfeuchtigkeit unter 80 % zulässig. Nasse Oberflächen, frisch gesägtes Holz sowie Holz mit einer Feuchtigkeit von über 14 % dürfen nicht gestrichen werden.
Allbäck-Farben dürfen auch bei direkter Sonneneinstrahlung aufgetragen werden.
Vorbereitung der Oberfläche
Entfernen Sie Staub und kleine Holzspäne mit einer Bürste von der Holzoberfläche. Ist die Oberfläche verschmutzt, waschen Sie sie mit Leinölseife ab und warten Sie, bis sie vollständig getrocknet ist.
❗Wurde die Holzoberfläche zuvor mit einer synthetischen Farbe gestrichen, muss die alte Farbschicht vollständig entfernt werden.
Oberflächen, die unmittelbar der Witterung ausgesetzt sind (Terrassenböden, Gartenmöbel, Zäune u. Ä.), sollten vor dem Streichen mindestens einmal mit kalt gepresstem Allbäck-Leinöl grundiert werden, um zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit zu gewährleisten. Erwärmen Sie das Leinöl dazu vor der Anwendung im Wasserbad auf etwa +60 °C. Sobald die Leinölgrundierung vollständig getrocknet ist, kann die Oberfläche gestrichen werden.
Aststellen auf der Holzoberfläche sollten mit zwei Schichten Schellack versiegelt werden, um Harzaustritt zu verhindern und einen gleichmäßigen Farbton zu erzielen. Sobald der Schellack getrocknet ist, glätten Sie die behandelten Stellen mit feinem Schleifpapier. Anschließend kann die Oberfläche gestrichen werden.
Vorbereitung der Farbe vor der Anwendung
Rühren Sie die Farbe vor der Anwendung gründlich um. Bei Bedarf kann die Farbe mit gekochtem Allbäck-Leinöl verdünnt werden. Geben Sie davon höchstens 5 % des Gesamtvolumens hinzu.
❗Allbäck-Leinölfarben dürfen nicht mit Terpentin oder anderen Lösungsmitteln verdünnt werden, da diese chemische Zusätze enthalten können.
Für Außenanstriche empfehlen wir, der Farbe den natürlichen mineralischen Zusatz Zinkoxid (ZnO) beizumischen, der in unserem Shop erhältlich ist. Geben Sie etwa 10–20 % ZnO zur Farbe hinzu (bei hellen Farbtönen 20 %, bei dunklen 10 %), um zusätzlichen Schutz vor UV-Strahlung zu gewährleisten. ZnO ist ein natürliches Mineral, das sowohl bei der Herstellung natürlicher Leinölfarben als auch in Kosmetika (Sonnenschutzmitteln), Arzneimitteln und anderen Produkten häufig verwendet wird.
Wir empfehlen die Zugabe von ZnO auch bei Oberflächen, die einer intensiven Nutzung ausgesetzt sind, beispielsweise Böden, Tischplatten und Schränke. Dadurch wird die Beschichtung noch langlebiger.
Anstrich
Nehmen Sie einen Pinsel und tragen Sie die Farbe auf einen kleinen Bereich der zu streichenden Oberfläche auf. Arbeiten Sie die aufgetragene Farbe anschließend sorgfältig zunächst in Richtung der Holzmaserung und dann quer dazu über die gesamte Breite der Oberfläche ein. Glätten Sie den Anstrich abschließend mit dem Pinsel in Richtung der Holzmaserung. Die Farbe muss dünn und gleichmäßig aufgetragen werden.
Die Farbe muss während des gesamten Anstrichvorgangs regelmäßig umgerührt werden.
Tragen Sie die nächste Farbschicht erst auf, wenn die Oberfläche vollständig getrocknet ist.
Leinölfarbe färbt nicht nur die Oberfläche, sondern zieht auf natürliche Weise in das Holz ein und polymerisiert. Dadurch bildet sie eine beständige Schutzschicht gegen Feuchtigkeit und Schimmel. Für einen vollständigen Schutz empfehlen wir daher, drei Schichten aufzutragen. Die zweite und die abschließende Farbschicht dürfen nur dünn und in Richtung der Holzmaserung aufgetragen werden.
Trocknungszeit
Die durchschnittliche Trocknungszeit der Farbe beträgt bei +20 ̊C etwa 24 Stunden. Die Trocknungszeit hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Sonneneinstrahlung. Bei niedrigeren Temperaturen oder höherer Luftfeuchtigkeit kann sie sich daher erheblich verlängern. Nach dem Auftragen der zweiten und dritten Farbschicht kann die Trocknungszeit länger sein. Vergewissern Sie sich vor jedem weiteren Anstrich, dass die Farbe vollständig getrocknet ist.
Pinsel für Leinölfarben
Wir empfehlen die in unserem Shop erhältlichen Allbäck-Pinsel. Alternativ können Sie feste Borstenpinsel verwenden, die für das Streichen mit Leinölfarben geeignet sind.

Zwischen den Anstrichen muss der Pinsel in einem Behälter mit Leinöl aufbewahrt werden, wobei die Borsten vollständig bedeckt sein müssen. Auf diese Weise können Pinsel unbegrenzt lange aufbewahrt werden, auch bei Temperaturen unter 0 °C. Streichen Sie den Pinsel vor dem Gebrauch an einem Tuch ab.

❗Zur Aufbewahrung der Pinsel dürfen kein Terpentin oder andere Lösungsmittel verwendet werden, da diese chemische Zusätze enthalten können.
Waschen Sie den Pinsel nach Abschluss der Anstricharbeiten mit Leinölseife oder gewöhnlicher Seife in warmem Wasser aus und trocknen Sie ihn mit einem Tuch ab.
Lagerung
Außerhalb der Reichweite von Kindern, fest verschlossen und aufrecht lagern. Bereits geöffnete Gebinde müssen zur weiteren Lagerung wieder fest verschlossen werden. Wir empfehlen die Lagerung bei Raumtemperatur; eine Lagerung bei Temperaturen unter 0 °C ist jedoch ebenfalls zulässig. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Nicht zusammen mit Lebensmitteln lagern.
Bei längerer Lagerung eines bereits geöffneten Gebindes kann die Farbe infolge natürlicher Oxidation eindicken. Die Verdickungen müssen vor der erneuten Verwendung abgesiebt werden.
Haltbarkeit
Allbäck-Leinölfarben haben im ungeöffneten Gebinde kein festgelegtes Verfallsdatum.
Reinigung
Wenn Leinölfarbe auf Hände oder Gegenstände gelangt ist, empfehlen wir zur Reinigung Leinölseife, gewöhnliche Seife oder natürliches Balsamterpentin.
Haben Sie noch Fragen oder benötigen Sie weitere Informationen?
Schreiben Sie uns gerne an info@ekokrasas.lv oder rufen Sie uns unter +371 286 862 84 an. Wir unterstützen Sie gerne mit Beratung und Empfehlungen und helfen Ihnen, die beste Lösung zu finden.
Achtung!
Wenn Sie beim Streichen ein mit Leinöl oder Leinölfarbe getränktes Tuch oder einen entsprechenden Schwamm verwendet haben, müssen Sie dieses bzw. diesen nach Gebrauch unbedingt in Wasser tauchen oder verbrennen! Leinöl kann mit Textilien thermisch reagieren und dadurch eine Selbstentzündung des Materials verursachen.